Am Samstag den 24. August findet im kath. Pfarrheim in Rockenberg (Kirchgasse 8) eine Intensivschulung „Augen auf, hinsehen und schützen“ zur Prävention von sexuellem Missbrauch statt. Teilnehmen kann jeder der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat und auch mit Ihnen Ferienfreizeiten unternimmt. Hierzu sind auch die örtlichen Vereine angesprochen.

Der Beginn des Kurses ist  um 9.00 Uhr und Ende gegen 16.30 Uhr vorgesehen. Der Kurs ist kostenlos und wird vom Bistum Mainz ausgerichtet.

Anmeldungen nimmt das Pfarrbüro in Rockenberg (06033 66631) entgegen.

Am kommenden Sonntag, den 02.06.2019 findet der letzte, gemeinsame Gottesdienst vor den Sommerferien mit der Teilnahme aller Firmbewerber/innen aus unserer Pfarrgruppe Rockenberg statt. Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr in St. Laurentius Kirche zu Oppershofen und wird von der Firmgruppe aus Oppershofen aktiv mitgestaltet. Alle Firmlinge aus der ganzen Pfarrgruppe Rockenberg sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen.

Nach diesem Gottesdienst treffen sich die Firmlinge mit ihrem Pfarrer, um mit ihm ihre Freizeit zu verbringen. Der Treffpunkt ist in Friedberger Bowlingcenter um 15.00 Uhr. Allen Spielern – viel Spaß und viel Glück.

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 werden im Gottesdienst in Rockenberg (09.30 Uhr) und in Gambach (11.00 Uhr) beginnen die künftigen Messdienerinnen und Messdiener mit ihrer Einführungszeit. Wir wünschen ihnen Gottes Segen und viel Freude am Gottes Dienst.

Bevor die Urlaubszeit und die Sommerferien beginnen, wir wollen mit allen Messdienerinnen und Messdienern aus unseren 3 Pfarreien einen kleinen Ausflug machen. Dieser findet auch an dem Sonntag, den 16.06. 2019 statt. Folgende Unternehmungen stehen auf dem Plan:

  • 13.00 Uhr: Treffen am Bahnhof in Rockenberg
  •  13.26 Uhr: Abfahrt mit Wetterauer Bimbel nach Münzenberg über Griedel, Gambach Ober-Hörgen
  •  14.00 Uhr: Ankunft in Münzenberg, Picknick auf dem Steinberg mit Pizza (bei Nässeim Restaurant Adria oder in Gemeindesaal in Münzenberg )
  • 17.30 Uhr: Rückfahrt nach Rockenberg über Gambach u. Griedel
  • 18.05 Uhr: Ankunft in Rockenberg; Kinder abholen

Anmeldungen sind erforderlich und sie laufen über Emails bei dem Pfarrer Waclawiak.

Die Jahresfeier der Erstkommunion des vorherigen Jahres feiern wir am 05. Mai 2019 im Familiengottesdienst um 11 Uhr in Gambach. Dies soll eine Gelegenheit sein, dass wir uns nach einem Jahr mit den Kindern und Eltern wieder um unseren Herrn Jesus Christus versammeln und die Eucharistie feiern, deren Höhepunkt der Empfang seines Heiligen Leibes ist.

Am Donnerstag, den 02. Mai treffen sich alle Kinder der Erstkommunion 2018 im Pfarrheim in Rockenberg um 16.30 Uhr zur Gruppenstunde mit dem Pfarrer. Am Sonntag, den 05. Mai ist um 11.00 Uhr in Gambach die Jahresfeier der Erstkommunion 2018. Anschließend wird Mittagessen im Pfarrheim angeboten.

Mit der Karwoche („Woche der Trauer“) vom 14. bis 20. April endet in der Katholischen Kirche die österliche Bußzeit. Ihr schließt sich das Osterfest (21. und 22. April) an, das als Höhepunkt des Kirchenjahres gilt und das ritenreichste aller christlichen Feste ist.

Kar- und Osterwoche St. Gallus

Rockenberg

St. Laurentius

Oppershofen

St. Nikolaus

Münzenberg

Mariä Himmelfahrt Gambach
Gründonnerstag

18.04.2019

20:00

Das letzte Abendmahl; anschl.

Anbetung

20:00

Das letzte Abendmahl, anschl. Anbetung

Karfreitag

19.04.2019

11:00

Kinder-Kreuzweg

15:00

Karfreitagsliturgie

15:00

Karfreitagsliturgie

Osternacht

20.04.2019

21:00

Osternachtsfeier mit der Weihe der 3 Osterkerzen für Rockenberg, Münzenberg u. Gambach

21:30

Osternachtsfeier

Ostersonntag

21.04.2019

17:00

Ostervesper

10:00

Osteramt mit Chor

14:30

Ostervesper mit Schola

09:30

Osteramt mit feierlichem Einzug mit Osterkerze

11:00

Osteramt  mit feierlichem Einzug mit Osterkerze

Ostermontag

22.04.2019

11:00

Familiengottesdienst

10:00

Amt, anschl. Eiersuche für die Kinder

09:30

Hochamt

Die erste Phase des Pastoralen Weges im Bistum Mainz hat im Dekanat Wetterau-West am 21. März mit einer außerordentlichen Dekanatsversammlung in Nieder-Mörlen begonnen. Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz hat dabei die konkreten Aufträge für das Dekanat vorgestellt. Auf breiter Basis wird nun bis zum Sommer 2021 für das Dekanat ein pastorales Konzept erarbeitet. Dabei sollen auf Dekanatsebene unter anderem pastorale Schwerpunkte gebildet werden. Künftig wird es im Dekanat Wetterau-West statt der bisher 23 Pfarreien in 12 Pfarrgruppen noch 3 Pfarreien geben.

In so genannten Kontraktgesprächen wird im Mai zwischen der Koordinierungsstelle für den Pastoralen Weg und dem Dekanat ein verbindlicher Fahrplan für die anstehenden Aufgaben geschlossen. Unterstützt wird das Dekanat von Magdalena Gessner und Bardo Zöller, die das Dekanat als Prozessberaterinnen und -berater bei der Entwicklung des pastoralen Konzeptes unterstützen. „Die Dekanate sollen in einem möglichst breiten Beteiligungsprozess wahrnehmen und feststellen, was Menschen von der Kirche brauchen, ob sie bekommen, was sie brauchen und ob sie brauchen, was sie bekommen. Auf dieser Grundlage sollen dann Konzepte entwickelt werden, die in den jeweiligen Dekanaten pastorale Schwerpunkte und zukunftsfähige Strukturen benennen“, erläutert Dr. Wolfgang Fritzen, Leiter der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg.

Der Pastorale Weg im Bistum Mainz steht unter der Überschrift „Eine Kirche des Teilens werden“. Bis zum 12. April finden in allen 20 Dekanaten des Bistums außerordentliche Dekanatsversammlungen statt. Eingeladen zur Dekanatsversammlung waren unter anderem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter alle Mitglieder der Dekanatsversammlung. Darüber hinaus wurden auch die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte, die Pfarrsekretärinnen und –sekretäre sowie als Vertreter der Ökumene der ACK-Vorstand eingeladen.

Der Pastorale Weg im Bistum Mainz

Bischof Peter Kohlgraf hatte im vergangenen September einen Vorschlag für den künftigen Pastoralen Weg im Bistum Mainz präsentiert, der auch mit einer theologischen und strukturellen Neuorientierung einhergehen soll. „Wir wollen eine Kirche des Teilens werden, in der nicht nur Leben und Glauben, sondern auch Ressourcen und Verantwortung geteilt werden“, betont Kohlgraf. Leitfigur für den Pastoralen Weg soll der heilige Martin sein. In seinem aktuellen Fastenhirtenwort geht Bischof Kohlgraf auf diese Aspekte ausführlich ein. Auch strukturelle Veränderungen hatte Bischof Kohlgraf im vergangenen Jahr angekündigt. Diese zielen in erster Linie darauf, die Gemeinden vor Ort lebendig zu halten: „Die lokalen Gemeinden sollen Orte des christlichen Lebens im Bistum Mainz bleiben“, betont er. Die Pfarreien werden sich künftig aus mehreren dieser lokalen Einheiten zusammensetzen. „Die Pfarreien verstehe ich als Verwaltungseinheiten. Sie begleiten und unterstützen das Leben in den Gemeinden vor Ort“, betont Kohlgraf.

Von Seiten des Bischöflichen Ordinariates wird vorgegeben, wie viele Pfarreien als Verwaltungseinheiten in den 20 Dekanaten des Bistums Mainz gebildet werden sollen. Bis zum Jahr 2030 sollen die derzeit 134 Pastoralen Einheiten (Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde) im Bistum zu künftig rund 50 Pfarreien zusammengeführt werden. Mit den strukturellen Veränderungen reagiert das Bistum Mainz auf die Entwicklungen der kommenden Jahre: So geht das Bistum davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 die Zahl der Katholiken von aktuell 730.000 auf voraussichtlich rund 650.000 reduziert. Der Rückgang der Priester unter 75 Jahren von derzeit 198 auf 104 (im Jahr 2030 prognostiziert) sowie der Rückgang des Kirchensteueraufkommens sind weitere Aspekte dieser Entwicklung. Außerdem wachsen die Verwaltungsanforderungen und machen eine Professionalisierung des Verwaltungsbereiches erforderlich, der in größeren Räumen ermöglicht werden kann.

Weitere Informationen: Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg, Bischöfliches Ordinariat Mainz, Telefon: 06131/253-526, E-Mail: pastoraler.weg@bistum-mainz.de, In- ternet: www.bistummainz.de/pastoraler-weg

Die Feier des Triduum Sacrum an Gründonnerstag, Karfreitag und der Osternacht bildet liturgisch einen fortgesetzten, einheitlichen Gottesdienst. So gesehen ist es liturgisch ideal, wenn wir diese einheitliche Liturgie auch gemeinsam als Einheit in einem  Gotteshaus feiern. Aufgrund ihrer Kapazität sowie der ununterbrochenen Anbetung des Allerheiligsten von Gründonnerstag auf Karfreitag bildet die Pfarrkirche St. Gallus hierfür den idealen Kirchort für diese Premiere in unserer Pfarrgruppe.

Gründonnerstag, den 18.04.19: Feier des letzten Abendmahls um 20.00 Uhr in Rockenberg, anschl. Anbetung im Pfarrheim die ganze Nacht bis 15 Uhr am Karfreitag;

Karfreitag, den 19.04.19: Kinderkreuzweg in Rockenberg um 11 Uhr; Die Feier vom Leiden und Sterben Christi  in Rockenberg um 15 Uhr;

Osternacht, den 20.04.19: Die Feier der Osternacht in Rockenberg um 21 Uhr;

Ostersonntag, den 21.04.19: Die Feier der Auferstehung des Herrn um 09.30 Uhr in Münzenberg und um 11 Uhr in Gambach; Ostervesper in Rockenberg um 17 Uhr;

Ostermontag, den 22.04.19: Eucharistiefeier in Gambach um 09.30 Uhr und Familiengottesdienst in Rockenberg um 11 Uhr.

Wie bereits im Weihnachtspfarrbrief angekündigt, wollen wir im Jahr 2020 eine Fahrt zu den Passionsfestspielen nach Oberammergau unternehmen. Um eine ausreichende Kartenanzahl und ein Quartier in der Nähe organisieren zu können, bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung. Die Pfarrei muss für einen Teil der Karten bereits im Frühjahr 2019 in Vorleistung gehen. Deshalb ist uns eine baldige Anmeldung der möglichen Teilnehmer besonders wichtig. Informationen finden Sie im Weihnachtspfarrbrief oder auf der Internetseite der Pfarrgruppe Rockenberg. Anmeldung während der Öffnungszeiten im Pfarrbüro in Rockenberg (Tel. 66631).

Eine Kirche, die teilt

Liebe Schwestern, liebe Brüder im Bistum Mainz!

Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Mögen die kommenden Wochen uns helfen, den Blick für das Wesentliche im Leben und im Glauben zu schärfen.

Diesen Blick für das Wesentliche brauchen wir auch in unserem kirchlichen Alltag. Im Bistum Mainz werden wir in diesen Wochen intensiv einen pastoralen Weg beginnen, der sowohl auf die gesellschaftlichen Bedingungen eingehen muss als auch auf die Frage, was die Menschen heute von der Kirche brauchen. Der Weg, den wir beginnen, steht damit unter einer geistlichen Fragestellung: Wie gelingt es uns, die Botschaft des Evangeliums mit den vielen Menschen ins Gespräch zu bringen, besonders auch mit denen, die nicht zu unseren „Kernkreisen“ gehören? Dafür müssen wir uns selbst vergewissern, welche Motivation uns leitet, heute die Kirche Jesu Christi sein zu wollen und worin heute unser Auftrag besteht. Die sich daraus ergebenden Strukturüberlegungen haben nur dann einen Sinn, wenn sie tatsächlich die Folge einer derartigen geistlichen Orientierung sind. Bereits im vergangenen Jahr habe ich in meinem Fastenhirtenbrief das Teilen nach dem Vorbild unseres Bistumspatrons, des heiligen Martin, als Leitmotiv eingeführt. In den konkreten Ideen für den künftigen pastoralen Weg, die ich im September 2018 der Diözesanversammlung vorstellen konnte, habe ich das Teilen zur Grundlage für die Kirche im Bistum Mainz gemacht.

In der Apostelgeschichte beschreibt der Evangelist Lukas ein Idealbild der ersten Gemeinde in Jerusalem: „Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.“ (Apg 2,44-47)

Tatsächlich klingt das sehr ideal, vielleicht unrealistisch. Liest man einige Kapitel weiter, verschweigt uns Lukas auch die Schwierigkeiten nicht. Dennoch lohnt es sich, dass wir uns auch heute an diesem Ideal der Urgemeinde messen. Wir sehen in Jerusalem eine Gemeinde, die das Leben, den Glauben, die Ressourcen und schließlich die Verantwortung teilt. Für unseren künftigen Weg möchte ich diese vier Aspekte des Teilens entfalten.

1. Leben teilen

Ich weiß um die Bedeutung einer kirchlichen Präsenz vor Ort. Die Kirche und die Menschen, die sie prägen, müssen erreichbar sein. Ich teile die Sorge mancher Menschen, dass sich die Kirche aus der Fläche zurückzieht. Es wird auf die Menschen ankommen, die ihren Glauben in den Dörfern und Stadtteilen, in den Gemeinden, Verbänden, in der Caritas, im Ehrenamt und in den vielen kirchlichen Orten leben, dass das Evangelium Hand und Fuß bekommt und erfahrbar bleibt. Die sinkende Zahl der Priester, Diakone und der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger erinnert uns bei allen Schwierigkeiten daran, dass die Berufung, den Glauben zu leben und zu bezeugen, an alle Getauften ergeht. Als Christinnen und Christen stehen wir als Teil dieser Welt in vielen Bezügen, wir leben Gemeinschaft mit vielen Menschen. Wenn wir hier mit offenen Ohren und einem wachen Verstand diese Beziehungen gestalten, werden wir zu Expertinnen und Experten, die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute“, wie es das II. Vatikanische Konzil (Gaudium et Spes 1) formuliert, wahrnehmen. Leben teilen meint, Menschen zu sein, die ihre Beziehungen aus dem Geist des Evangeliums heraus gestalten, in Respekt, Interesse, Wertschätzung und Liebe allen Menschen gegenüber. Die Themen dieser Welt und ihrer Menschen werden so zu Themen in der Kirche. Wenn uns das gelingt, dann beugen wir auch der Gefahr vor, dass wir zu sehr um unsere binnenkirchlichen Themen kreisen, die viele Menschen nicht mehr als relevant erleben, und dass wir eine Sprache sprechen, die formelhaft und nichtssagend wird. Wer Leben teilt, versucht zu verstehen, was für den anderen Menschen wichtig ist. Er wird vorsichtiger im moralischen Urteil über andere, ohne beliebig zu werden. Auch die Kirche wird nur dann in ihren Idealen und ethischen Grundhaltungen ernst genommen, wenn sie zeigt, dass sie die Menschen kennt und nicht nur abstrakte Normen wiederholt. Leben teilen muss in Zukunft bedeuten, dass wir die vielen kirchlichen Angebote, unsere Gemeinden, Schulen, Kindertagesstätten, Verbände, Caritaseinrichtungen, Gemeinden anderer Muttersprache, Klöster und die vielen anderen ins Gespräch bringen. Denn sie alle bringen eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen mit, die unverzichtbar sind, um den Menschen gerecht werden zu können. Leben teilen heißt, die Versäulungen und Vereinzelungen kirchlicher Angebote aufzubrechen, um den gemeinsamen Auftrag in der Nachfolge Jesu für die Menschen unserer Zeit besser erkennen zu können. Wie in der Urgemeinde in Jerusalem geht es um eine Kultur der Einmütigkeit, in der sich alle Menschen in der Kirche in ihrer Vielfalt einem gemeinsamen Dienst verpflichtet wissen. Das Beharren auf der eigenen Wahrheit, dem eigenen Nutzen, dem eigenen Interesse allein verhindert die Verkündigung des Evangeliums.

2. Glauben teilen

Die Gemeinde in Jerusalem wäre nicht zu denken ohne das gemeinsame Gebet, den Glauben an den auferstandenen Christus, der im Wort und im Sakrament in der Gemeinde und der Kirche lebt. Dieser Glaube muss uns die wichtigste gemeinsame Basis sein. Hieraus ergeben sich viele bedeutende Themen. Die Frage, wie wir den Glauben weitergeben können, muss eine drängende Frage sein, die vor allen anderen Themen steht. Die Familien sind der erste Ort der Glaubenserfahrung. In unseren Gemeinden erreichen wir in der Erstkommunionvorbereitung, der Firmkatechese, in den Taufgesprächen, in der Trauerbegleitung und der Ehevorbereitung sehr viele Menschen. An manchen Orten hat man auf die sich verändernde Glaubenssituation in unserer Welt reagiert. Ich bin davon überzeugt, dass man heute keine Erstkommunionvorbereitung ohne Elternkatechese machen kann, wenn man auf Nachhaltigkeit hofft. Viele spüren die Unzulänglichkeit etwa der punktuellen Ehevorbereitung und der Trauerbegleitung. Neben den Gemeinden sind unsere Schulen, die Kindertagesstätten und der Religionsunterricht wichtige Felder der Glaubensweitergabe. In der Urgemeinde in Jerusalem gelingt es offenbar, den Glauben gemeinsam so zu leben, zu feiern und nach außen hin zu bezeugen, dass er wirklich ansteckend wird. Sicher gibt es in keinem der genannten Felder einfache Patentlösungen. Mit methodischen Veränderungen allein ist niemandem geholfen. Im letzten wird der Glaube von Menschen weitergegeben, die selbst erfüllt und begeistert sind. Dabei geht es nicht darum, andere nur zu belehren. Selbstverständlich haben wir ein inhaltlich gefülltes Glaubensbekenntnis. Die Aussagen müssen wir aber zunächst für uns selbst mit Leben und geistlicher Erfahrung zu füllen versuchen. Das ist ein lebenslanges Suchen und Gehen. Es ist unser Anliegen, mit anderen Menschen auf Glaubenswege zu gehen, ihre Fragen wahrzunehmen, selbst sprachfähig zu werden „über die Hoffnung, die uns erfüllt“ (vgl. 1 Petr 3,15), die eigenen und fremden Zweifel anzunehmen, und auch von anderen zu lernen. Der frühere Aachener Bischof Klaus Hemmerle hat diese Anliegen so ausgedrückt: „Lass mich dich lernen, dein Denken und Sprechen, dein Fragen und Dasein, damit ich daran die Botschaft neu lernen kann, die ich dir zu überliefern habe.“ Wenn es so viele Wege zu Gott gibt, wie es Menschen gibt, müssen unsere Bemühungen, Formen des Glaubenteilens zu entwickeln, sicher noch kreativer, vielfältiger und mutiger werden. Die Logik, dass dies automatisch von Generation zu Generation geht, ist längst hinfällig. Glauben teilen bedeutet, die Sendung, also die „Mission“ neu schätzen zu lernen, die sich jedoch nur in Begegnung und Beziehung verwirklichen kann. Papst Franziskus fragt immer wieder unsere kirchlichen Angebote an, gerade auch die traditionell scheinbar stabilen Gemeinden, welchen missionarischen Impuls sie aussenden. Auf dem pastoralen Weg dürfen wir gerade dieser Frage nicht ausweichen.

3. Ressourcen teilen

Die wichtigsten Ressourcen unserer Kirche sind die Sakramente, das Wort Gottes, die Glaubensbekenntnisse und –erfahrungen der Tradition sowie die vielen Menschen und ihre Gemeinschaft. Ich wiederhole mich, wenn ich dies an den Anfang dieses Abschnittes stelle, damit diese Grundlage im Folgenden nicht vergessen wird. Alle weiteren Ressourcen wie Geld, Gebäude und Personal dienen der Verwirklichung des kirchlichen Auftrags und den der Kirche anvertrauten Menschen. Deshalb sind die materiellen Güter wichtig. Sie sind Instrumente, aber keinesfalls der Inhalt kirchlicher Anstrengungen. Die Erfahrung zeigt, dass sich in diesen Bereichen am wahrscheinlichsten Konflikte auf dem weiteren pastoralen Weg auftun. Ich bitte alle, nicht zu vergessen, dass die materiellen und personellen Fragen nur dann sinnvoll beantwortet werden, wenn sie aus einer geistlichen Haltung heraus diskutiert werden, gegebenenfalls auch über sie gestritten wird. Zunächst beschreibt die Apostelgeschichte zwar die perfekte Gütergemeinschaft. Jeder bekommt, was er braucht. Das funktioniert deswegen, weil niemand an seinem angestammten Besitz festklammert. Bereits im fünften Kapitel der Apostelgeschichte (5,1-11) wird aber von einem Ehepaar, Hananias und Saphira, berichtet, die ihr Haus verkaufen, dann jedoch heimlich einen Teil des Erlöses für sich behalten. Die Folgen sind furchtbar: Beide fallen, vom Apostel Petrus mit ihrer Schuld konfrontiert, auf der Stelle wie vom Blitz getroffen tot um. Ich möchte diese Geschichte so deuten, dass in der Erfahrung des Evangelisten Lukas Habgier in jeder Form, die Verweigerung des Teilens der Ressourcen, den Tod der Gemeinde bedeuten und das Ende des kirchlichen Auftrags einläuten. So hart sieht es das Neue Testament. Und es wird sicher Gelegenheiten geben, bei denen wir uns an ähnlich deutliche Worte Jesu werden erinnern müssen. Ressourcen teilen wird eine ständige Herausforderung bleiben. Wenn wir aufgerufen werden, Ressourcen zu teilen, beinhaltet das, jede Form der Besitzstandwahrung kritisch zu befragen und bereit zu sein, Gewohnheiten zu verändern.

4. Verantwortung teilen

Verantwortung teilen bedeutet, dass wir neu die Würde der Taufe sehen lernen. In jedem und jeder Getauften lebt Christus in dieser Welt, alle haben teil an seinem priesterlichen, königlichen und prophetischen Amt. Insofern hat jede und jeder Getaufte das Recht und die Pflicht, Verantwortung für und in der Kirche zu übernehmen – aber in der Nachfolge Jesu als Dienst, nicht als Herrschaft über andere. Das gilt für Kleriker und für jeden anderen gläubigen Menschen in der Kirche. Im Verlauf des pastoralen Weges werden sich gewiss angestammte Berufsbilder bei Pfarrern, Priestern, Diakonen, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und –referenten verändern. Verantwortung teilen bedeutet, dass sich zunächst unsere hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger auf einen gemeinsamen Weg machen, zu leben, wie man gemeinsam Verantwortung tragen kann in der Kirche für die Verwirklichung des Reiches Gottes. Dabei sind sie mehr als nur Kolleginnen und Kollegen. Sie stehen in der gemeinsamen Sendung Jesu in unterschiedlichen Rollen und Dienstbeschreibungen. Zu den Diensten gehören auch unsere Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Erzieherinnen und Erzieher, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas, die Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre. Auch die Ordensleute in unserem Bistum bringen ihren unverzichtbaren Dienst ein, sowie viele andere. Ich bin davon überzeugt, dass viel Gutes bewirkt werden kann, wenn sich alle in ihrer Vielfalt in diesem gemeinsamen Dienst verstehen und sich bereichern durch die unterschiedlichen Begabungen und Aufträge. Sicher werden sich auch Formen herausbilden, in denen Leitungsaufgaben nicht nur vom Pfarrer ausgeübt werden. Andere Diözesen machen in diesen Gebieten ihre Erfahrungen. Auch das Miteinander von Haupt- und Ehrenamt wünsche ich mir als ein vielfältiges und wertschätzendes Leben des gemeinsamen Auftrags. Ich weiß, dass viele Ehrenamtliche an Grenzen kommen, deswegen ist es nicht damit getan, nach Formen zu suchen, in denen Ehrenamtliche einfach deckungsgleich in die Leitungsrolle eines Priesters oder eines anderen hineinkommen. Hier ist nicht der Ort für konkrete Ausfaltungen. Ich lade zunächst an dieser Stelle ein, ebenfalls die Grundhaltungen auf ein geistliches Fundament zu stellen. Gelingt es uns, die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit in Einmütigkeit zu leben, weil wir wissen und täglich leben, dass Christus in unserer Mitte ist und wir in seinem Dienst stehen? Verantwortung zu teilen ist ein gutes Mittel gegen jede Form von egozentrischer Machtausübung in der Kirche.

Leben, Glauben, Ressourcen und Verantwortung teilen, so lautet die Einladung für den pastoralen Weg im Bistum Mainz, so lautet die Einladung, dies als persönlichen Impuls in die kommenden Wochen zu nehmen. Ich lade die unterschiedlichen Gruppen und Gemeinden ein, diese Themen für das eigene Leben zu konkretisieren und noch detaillierter zu entfalten.

Für unseren gemeinsamen Weg gebe uns Gott seinen Segen.

Es segne euch alle der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

+Peter Kohlgraf

Bischof von Mainz

Mainz, am 1. Fastensonntag 2019

Hirtenbrief herunterladen

Was ist das Drei-Königs-Singen?

Das Drei-Königs-Singen gibt es schon sehr lange. Dabei machen viele Kinder mit. Wichtig ist dabei der 6. Januar.
Das ist der Feiertag von den Heiligen Drei Königen. In der Zeit vor dem Feiertag und nach dem Feiertag verkleiden sich Mädchen und Jungen als Könige. Sie gehen von Haus zu Haus und sammeln Geld für arme Kinder. Sie singen ein Lied über die Geburt von Jesus und bringen den Segen in die Häuser und Wohnungen. Segen bringen bedeutet, jemandem Gutes wünschen im Namen von Gott.

Die Kinder nennen sich Stern-Singer. Das kommt von einer Geschichte aus der Bibel. In der Geschichte steht, dass kluge Männer das Jesus-Kind finden wollen. Deswegen folgen sie einem sehr hellen Stern. Dieser Stern führt die klugen Männer dann zum Jesus-Kind. Manche Menschen glauben, dass die klugen Männer Könige gewesen sind. Denn sie haben 3 sehr wertvolle Geschenke für das Jesus-Kind mitgebracht: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Und die Menschen haben geglaubt, dass nur Könige so wertvolle Geschenke machen können.

Deshalb spielen die Kinder beim Drei-Königs-Singen diese Geschichte als Könige verkleidet nach. Und weil ein Stern den Weg gezeigt hat, nennen sich die Kinder „Stern-Singer“. Das Stern-Singen ist heute die größte Spenden-Aktion von Kindern für Kinder.

Worum geht es bei der Aktion?

Die Stern-Singer sammeln jedes Jahr Geld für arme Kinder überall auf der Welt. Aber es gibt auch jedes Jahr ein Beispiel-Land. Die Stern-Singer lernen dann etwas über die Kinder in diesem Land. Dadurch können sie besser verstehen, warum sie Stern-Singen gehen.

Im Jahr 2019 geht es beim Drei-Königs-Singen um Kinder mit Behinderung. Es gibt auf der Welt ungefähr
165 Millionen Kinder mit Behinderung. In armen Ländern leben besonders viele von ihnen und die meisten von ihnen sind besonders arm. Im Jahr 2019 ist das Beispiel-Land für die Stern-Singer Peru. Peru ist in Süd-Amerika. Die Hauptstadt von Peru ist Lima. Dort gibt es eine Kirche, die in einem Armen-Viertel von Lima ist. In einem Armen-Viertel leben Menschen, die sehr wenig besitzen.

Was macht die Kirche?

Die Kirche hat in dem Armen-Viertel ein Haus, das „Yancana Huasy“ heißt. Das bedeutet: „Haus der Arbeit“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Haus helfen Kindern mit Behinderung und den Familien von den Kindern.

Was will das Drei-Königs-Singen?

In armen Ländern ist es sehr schwer für Kinder mit Behinderung. Das sollen die Kinder in Deutschland durch die Aktion Drei-König-Singen verstehen. Sie können lernen, wie wichtig ihre Hilfe für diese Kinder ist.

Termine für die Sternsinger-Aktionen in der Pfarrgruppe Rockenberg:

Aussendungsandacht für alle Sternsinger der Pfarrgruppe: Mariä Himmelfahrt Kirche in Gambach am Samstag, den 19. Januar 2019 um 10:00 Uhr.

Rockenberg: Vorbereitungstreffen am 06.01.2018 um 10:45 im Pfarrheim.
Nach der Aussendungsandacht Häusersegnung: 19./20.01.2019 und 26.01.2019; Rückkehr der Sternsinger am 27.01.2019 (Familiengottesdienst um 09.30 Uhr in St. Gallus Kirche).

Oppershofen: Treffen im Pfarrheim St. Bardo am 19. 01. 2019 um 09:15 Uhr zum Einkleiden, anschl. Fahrt nach Gambach. Vorbereitungsstunde  nach der Aussendungsandacht im Pfarrheim St. Bardo, Oppershofen. Häusersegnung nach dem Sonntagsamt am 20.01.2019.

Münzenberg: Treffen am 19.01.2019 um 09.00 Uhr im kath. Gemeindesaal zum Einkleiden und anschl. Fahrt nach Gambach zur Aussendungsandacht. Häusersegnung am 19.01.2019 ab ca. 11:00 Uhr. Anmeldung bis zum 04.01.2019 bei Claudia Ockenfels (Tel.: 06004/930655) und Regina Brückel (Tel.: 06004/915111) oder per email
an: sternsinger-muenzenberg-trais@gmx.de

Gambach: Treffen am 19.01.2019 um 09.30 Uhr im Pfarrheim zum Einkleiden. Nach der Aussendungsandacht gibt es einen Imbiss für die Kinder im Pfarrheim in Gambach, anschließend Häusersegnung. Anmeldung bis zum 04.01.2019 bei Heike Mühlenbruch per email: heike.Muehlenbruch@web.de